Das „flüssige Gold“ aus Marokko

Arganöl aus Marokko wird seit Jahrhunderten als Wundermittel vielseitig eingesetzt. Dieses pflanzliche Öle wird hoch geschätzt. Durch ihre verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen der Ernährung und auch im heilenden und kosmetischen Bereich ist das Öl vielseitig einsetzbar.

Seit einiger Zeit hört man in diesem Zusammenhang immer öfter von dem sogenannten Arganöl. Manchen mag dieser Begriff vielleicht noch gar nichts sagen. Viele wissen womöglich nicht, um was es sich konkret überhaupt handelt oder woher es kommt.

Das „flüssige Gold“ aus Marokko

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Arganöl wird auch als das „flüssige Gold“ aus Marokko bezeichnet.

Das Anbaugebiet die Arganeraie – befindet sich im Südwesten von Marokko. Durch die Ernte, die Herstellung und durch den Verkauf des Arganöls können ca. zwei Millionen Berber davon leben.

Woraus wird Arganöl hergestellt?

Das Arganöl wird aus einer Beerenfrucht hergestellt. Dabei handelt es sich um eine gelbliche Beere, die ungefähr die Größe einer Dattel hat und im Inneren einen haselnussgroßen Kern besitzt. Diese Frucht wächst an den Arganbäumen. In ihrem natürlichen Zustand ist die Frucht bitter und für den Menschen so ungenießbar. Lediglich die Ziegen der Berber fressen diese Beeren und Blätter des Baums. In den Kernen befindet sich das kostbare Arganöl.

Wie erfolgt die Ölgewinnung?

Die Verarbeitung zu Öl übernehmen vorwiegend und traditionell die Berberfrauen. Dies ist eine harte Arbeit. Denn die Gewinnung erfolgt zu ca. 80 Prozent durch aufwendige Handarbeit. Die reifen und herabgefallenen Früchte werden dabei aufgesammelt und anschließend in der heißen Sonne getrocknet. Im Anschluss lässt sich das getrocknete Fruchtfleisch gut von der Argannuss schälen. Dann beginnt die wirklich schwere Arbeit. Mithilfe eines Steinschlegels auf einem Amboss muss die sehr harte Schale der Nuss aufgebrochen werden, um die darin befindliche zarte „Mandel“ freizulegen. Eine einzelne Berberfrau kann bei dieser Arbeitsweise ungefähr ein Kilogramm Kerne/Mandeln am Tag gewinnen. Im Anschluss kann die Ernte schonend geröstet werden und danach manuell mit einer Steinpresse ausgepresst werden. Das daraus entstehende Mus wird mit ein wenig Wasser erwärmt und mit der Hand vermengt, bis sich das Öl vom Wasser abzusetzen beginnt. Um so einen Liter Öl zu gewinnen, werden ca. 30 Kilogramm Arganfrüchte benötigt.

Ein anderes manuelles Gewinnungsverfahren ist die sogenannte Kaltpressung. Bei unter 40 Grad Celsius wird Arganöl gewonnen, welches dadurch dann über ein besonderes Aroma verfügt. Mittlerweile erfolgt aufgrund des steigenden Bedarfs die Herstellung auch industriell. Allerdings kann dadurch die Qualität leiden. Wer sich weiterführend informieren möchte, der findet viele Informationen über das Arganöl auf Naturtest.com und erhält so weitere Einblicke.

Anwendungsbereiche des Arganöls

Das Öl kann sehr vielseitig angewandt werden. Bei der Ernährung verleiht das Arganöl dem Essen eine besondere Geschmacksnote. Viele Küchenchefs verwenden deswegen dieses Öl besonders gerne. Durch den hohen Vitamin E-Gehalt und die wertvollen Inhaltsstoffe in dem Arganöl lässt es sich hervorragend bei der Haut und Haarpflege anwenden. Sogar Entzündungen im Körper kann man Dank des Vitamin E positiv entgegen wirken. Die Haut kann dank der Behandlung mit Arganöl an Vitalität und Spannkraft gewinnen und auch die Haarpflege lässt sich positiv damit ergänzen.

Das „flüssige Gold aus Marokko“ ist also ein absoluter Allrounder. Ob bei der Körperpflege oder bei der Zubereitung köstlicher Speisen – für viele ist das Arganöl kaum noch wegzudenken.

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