Anleitung zum Wein selber machen mit Tipps

Zuhause eigenen Wein herstellen

Clever Tipps zum Wein herstellen und eine Anleitung für das Wein selber machen. Werde jetzt Dein eigenen Weinhersteller und werde jetzt zum Hobby Winzer.

Schon länger haben sich die Weinreben auch in Privatgärten eingeschlichen und so träumt manch einer davon, im Herbst nicht nur die Trauben zu ernten, sondern seinen richtigen, eigenen Wein herzustellen. Es geht nicht um das grosse Business, sondern einfach um den Genuss und natürlich den Stolz, wenn man den Hauswein seinen Gästen servieren kann.

Anleitung zum Wein selber machen mit Tipps

Anleitung zur Weinherstellung mit nützlichen Tipps zum Wein selber machen.

Doch was braucht man, um selbst Wein herzustellen?

Nicht nur Trauben eignen sich zum Wein selber machen, auch Erdbeeren, Holunder, Pflaumen oder Brombeeren können zu einem leckeren Wein verarbeitet werden. Weiter braucht man Zucker, Gärhefe und Antigel. Die beiden letzten zutaten sind in der Drogerie erhältlich und dienen dazu, den Gärprozess anzuregen und zu verhindern, dass das Obst während der Produktion geliert und man danach Marmelade anstatt Wein hat. Als letzte Zutat fehlt noch Kaloumpyrosulfit, welches ebenfalls in der Drogerie erhältlich ist.

Am besten profitiert man hier bezüglich Anwendung und Dosierung von der Beratung der Fachleute vor Ort. Doch auch die richtigen Gerätschaften sind wichtig, wobei meist im Haushalt bereits vorhanden: Eine Waage, ein Thermometer zur Prüfung der Gärtemperatur, einige Schüsseln und Eimer und ein Trichter. Zusätzlich braucht man einen Gärverschluss und ein Gärröhrchen, zudem ein Filtertuch und einen Gärbehälter.

Die eigene Weinproduktion kann losgehen

Das Obst muss gesäubert, entkernt und entsteint sein, bevor es mit der Küchenmaschine oder dem Pürierstab zerkleinert wird. Wichtig ist auch, dass alle faulen Stellen entfernt wurden, denn diese können für einen unangenehmen Beigeschmack führen. Für etwa einen liter Wein benötigt man zwei Kilogramm Obst und gibt dazu zweieinhalb Liter Wasser bei. Die Mischung wird auf fünfzig Grad erhitzt und mit dem Antigel vermischt einen Tag lang zur Ruhe gestellt. Diese Ruhezeit ist wichtig für den Gärprozess, auch wenn man nun den eigenen Wein natürlich kaum mehr erwarten kann.

Für den Liter Wein braucht man dann zwei Gramm Hefenährsalz, ein halbes Gramm Kaliumpyrosulfit und eineinhalb Kilogramm Zucker. Jetzt wird der Gärprozess fortgesetzt, diesmal ist allerdings eine Temperatur von zwölf bis achtzehn Grad ideal. Zum Schluss kann man den Hauswein mit einem Trichter aus dem Gärgefäss in Flaschen umfüllen und verkorken.

Zubehör fürs Wein machen

  • Ein Gärgefäss aus Plastik oder Glas
  • Eine Abdeckung für das Gärgefäss
  • Einen Gäraufsatz
  • Einen Absaugschlauch
  • Eine exakt abgestimmte Waage
  • Ein Vinometer, mit dem man den Alkoholgehalt des Weines messen kann
  • Zucker
  • Zitronen- oder Milchsäure
  • Hefenährsalz
  • Reine, flüssige Hefe (nicht mit der geläufigen Backhefe zu verwechseln)
  • Kalk
  • Kaliumpyrosulfit

Fürs erste Mal eignen sich super ganze Wein-Herstellungs-Sets, deren Anschaffung sich allerdings nur lohnen, wenn man gedenkt, mehr als einmal Wein herzustellen. Das Zubehör, welches man nicht sowieso im Haushalt hat, ist nicht ganz günstig, aber eine sorgfältige Verwendung ist sehr wichtig um ein schmackhaftes Ergebnis zu erhalten.

Video Anleitung Wein selber machen

Wir haben für euch eine sehr gute Video Anleitung gefunden, in der Du Schritt für Schritt erfährst, was Du zum Wein selber machen benötigst:

Eine Schritt für Schritt Anleitung zum Wein selber machen.

Tipps und Tricks fürs Weinherstellen

Es gibt einige Punkte, die man unbedingt beachten muss, um mit dem eigenen Wein anschliessend zufriedengestellt zu sein. Dazu gehört, dass sehr genau und hygienisch gearbeitet wird und zwar bereits bei der Vorbereitung des Obstes. Auch die Zutaten sollten nicht ungefähr, sondern wirklich genau abgewogen werden.

Es gibt zwei Arten von Weinherstellung: Die oben beschriebene Maischegärung, bei der das gesamte Obst in pürierter Form verwendet wird. Dieses Verfahren ist einfacher und der Wein bekommt zudem eine tolle Farbe. Bei der Saftgärung wird nur der Obstsaft verwendet, was eine gute Presse erfordert. Dabei können sich keine Bitterstoffe oder andere Geschmackseinflüsse bilden und der fertige Wein hat eine hellere Farbe. Für einige Obstsorten, wie beispielsweise die Banane ist diese Art nicht geeignet.

Varianten für erfahrene Hobby Winzer

Wenn die Obstsorte gewechselt wird, hat man plötzlich einen ganz anderen Wein und einen anderen Genuss, also raten wir zu Experimenten, da der Prozess an sich gleich bleibt. Viel Spass!

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